Die Schnäbel des schottischen Kreuzschnabels sind überkreuz gewachsen und helfen dem Tier, die Zapfen von Kiefern und anderen Nadelbäumen zu knacken. Ein erwachsener Vogel hat einen der seltsamsten Schnäbel der Welt. Die in Schottland am weitesten verbreitete Art ist der gewöhnliche Kreuzschnabel, in einigen Gegenden gibt es allerdings den seltenen schottischen Kreuzschnabel zu entdecken, den es nur in Schottland und sonst nirgendwo auf der Welt gibt.

Ausschau halten
Meistens sieht man als erstes einen kleinen Schwarm Kreuzschnäbel und hört ihre unverwechselbaren “chup”-Rufe. Der Schwarm läßt sich oft hoch in den Baumwipfeln nieder und vollführt dort papageiartige Turnkünste (wenn es sein muß, hängt sich ein Kreuzschnabel auch kopfunter an einen Zweig, um an einen Tannenzapfen zu gelangen). Die schottischen Kreuzschnäbel kann man an ihren vergleichsweise massigen Köpfen und Schnäbeln erkennen, die sie von den gewöhnlichen Kreuzschnäbeln eindeutig differenzieren.
Interessante Fakten
Kreuzschnäbel gehören mit zu den Lebewesen und Pflanzen, die man in den von Kiefern und Fichten dominierten nördlichen Nadelwaldgürtel antrifft. (Das Gebiet ist eigentlich größer, aber es hat weniger einzelne Arten als der tropische Regenwald). In anderen Gegenden findet man auch Baummarder, Eichhörnchen (auch rote Eichhörnchen) und Pflanzen wie das Moosglöckchen.
Wo und wann zu sehen
Kreuzschnäbel brüten erstaunlich früh im Jahr, was damit zu tun haben mag, dass zu dieser Zeit ihre Hauptnahrung, die Kiefernsamen, ausreichend vorhanden sind. Hoch in den Baumwipfeln können Sie die Männchen singen hören. In der zweiten Hälfte des Sommers findet man eher Gruppen von Vögeln, deren Jungen bereits flügge sind.
Hotspots
Kaledonische Kiefernwälder im Cairngorms National Park, darunter Rothiemurchus, Glenmore, Abernethy and Inshriach in Strathspey and Mar Lodge and Glen Tanar in Deeside.
Weitere Informationen über den Schottischen Kreuzschnabel finden Sie auf der Seite 'Trees for Life'



