An den breiten Flussmündungen, wo ein Fluss ins Meer fließt, sorgt die Mischung von Süß- und Salzwasser für eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt. In Schottland gibt es mehr als 50 dieser Trichtermündungen, an denen sich ein Besuch jederzeit lohnt.
Ausflugsziele
Die meisten Trichtermündungen liegen im Süden und an der Ostküste Schottlands, wo die Flüsse durch sandige oder schlammige Küstenstreifen ins Meer fließen. Diese riesigen, beeindruckenden Schlammbänke kann man nur bei Ebbe richtig sehen. Wenn Flut ist, kann man dafür Scharen von Vögeln relativ nahe beobachten.
Einige Plätze sind in besonders erwähnenswert:
Aberlady Bay im äußeren Bereich des Firth of Forth neben dem Dorf Aberlady. Hier gibt es ein riesiges Watt und zwischen Herbst und Frühling lassen sich hier große Vogelschwärme von Watvögeln und Federwild nieder. In den Dünen findet man etliche interessante Pflanzenarten.
Die Eden Estuary, unmittelbar nordöstlich von St Andrews. Man kann sie zu Fuß von West Sands oder aber von St. Andrews aus über die Guardbridge Road erreichen. Im Sommer leben hier Brandgänse, Eiderenten und Austernfischer . Im Winter ist dies der beste Platz in Schottland, um Uferschnepfen zu sichten.
Das Montrose Basin an der Mündung des South Esk bei Montrose ist von allen Seiten von Land umgeben. An der A92 gibt es ein Besucherzentrum, von dem aus man die Tier- und Pflanzenwelt gut beobachten kann. Dies ist auch einer der Hauptaufenthaltsorte der Singschwäne, die sich hier während ihrer Mauser und im Winter aufhalten. Auch tausende von Kurzschnabelgänsen überwintern hier.
In der Nähe von Newburgh liegt die Ythan Flußmündung. Hier kann man das ganze Jahr über Eiderenten und auch andere Watvögel beobachten.
Die Wigtown Bay liegt in der Nähe des Ortes mit dem gleichen Namen. Unter den vielen Sommerblumen, die auf dem Marschland wachsen, befinden sich unzählige Grasnelken. Im Winter ist das Marschland Schlaf- und Futterplatz für Federwild und Watvögel.
Interessante Fakten
Trichtermündungen bilden sich meistens dort, wo es untergegangene Küstenlinien gibt, und wo das Ansteigen des Meeresspiegels ehemalige Täler überschwemmt hat. Das ist in Schottland nach der letzten Eiszeit passiert. Da der Osten des Landes zum Meer hin leicht abfällt und im Westen hingegen das Land ansteigt, findet man diese Trichtermündungen häufiger im Osten als im Westen.



