Er ist der unangefochtene Herrscher über die Täler und das größte britische Landsäugetier - der Rothirsch. Es ist einfach nur beeindruckend, wenn man im Herbst die Hirsche während ihrer Brunft- und Paarungszeit beobachtet. In Schottland gibt es große Herden von Rotwild, die allerdings für die Aufforstung der natürlichen Waldgebiete ein Problem darstellen. Wer die Tiere aber beobachten möchte, der kommt hier voll auf seine Kosten.
Ausschau halten
Rotwild ist generell recht groß, stellenweise wie ein mittelgroßes Pony. Das Geweih der Hirsche ist weit verzweigt, bei manchen mehr, bei anderen weniger. Das Geweih wird im Sommer vor der Brunftzeit abgeworfen und bildet sich danach sofort neu. Die weiblichen Tiere, die Hirschkühe, besitzen kein Geweih. Im Herbst kann man am Röhren der Hirsche ausmachen, wo in den Bergen sie sich aufhalten.
Interessante Fakten
Im Mittelalter wurden das Rotwild über Berge und Wälder hin in die Fallen getrieben, zu sogenannten 'teinchels', bei denen die Jäger in Lauerstellung lagen. Die damalige Verbindunge zwischen den Hirschen (deer) und den Bäumen (trees) führte zu dem Begriff 'deer forest', den man auch heute noch in den Highlands finden kann - auch wenn es dort schon längst keine Bäume mehr gibt.
Wo und wann zu sehen
Im Winter kann man das Wild auch gut beobachten, da die Herden bei schlechtem Wetter in die niedrig gelegeneren Gegenden zum Grasen wandern. Einige Straßen führen durch wildreiche Gegenden und bieten dazu noch einen grandiosen Ausblick. Fahren Sie über die Nebenstraße von Braemar nach Inverey und Mar Lodge, die A9 beim Pass of Drummochter (bitte die Parkbuchten benutzen) und über die A897 bei Forsinard in Sutherland. Bitte fahren Sie in solchen Gegenden sehr vorsichtig, vor allem nachts, damit weder Ihnen noch den Tieren etwas passiert.
Erfahren Sie mehr über das Rotwild bei Trees For Life.



