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Orkney Islands - Startseite

Die Tierwelt auf Orkney

Nirgendwo anders in Großbritannien gibt es neben so vielen uralten menschlichen Kulturstätten eine so große Artenvielfalt von Pflanzen, Seevögeln und anderer Natur. Wenn Sie Ihre Schlüsselblumen mit einem Spritzer Wikingerbrandung mögen und den Möwen zusehen möchten, wie sie über die neolothischen Steinhaufen aufsteigen, oder wenn Sie plötzlich an Otter denken, während Sie in einem Steinkreis sitzen, dann sind die Orkneyinseln, die aus mehr als 70 einzelnen Inseln bestehen, das Richtige für Sie.

 

Unterwasserwelt

Wie alle Inseln der Orkney-Gruppe, hat die Hauptinsel eine sich wild schlängelnde Küstenlinie. Es lohnt sich, den gesamten großen Küstenbereich zu erforschen, wobei man fast überall die Gelegenheit hat, Otter zu beobachten, die sich in Ufernähe an den Algenbetten gütlich tun. In der berühmten Bucht von Scapa Flow, die im Süden und Osten durch die Haupt- und einige Nebeninseln geschützt wird, kann man zu den versunkenen deutschen Kriegsschiffen tauchen. Unternehmen Sie eine Bootstour während der Ihnen durch eine Realzeit-Videoübertragung die Unterwasserwelt (farbenfreudige Seeanemonen, Fische etc.) gezeigt wird. Oder aber tauchen Sie selbst hinab. 

Schwäne, Tafelenten und Wasserhühner

Schwärme schweigender Schwäne, die Stimmen der Kibitze, Triele und dunklen Wasserläufer und der Anblick der Butterblumen in den friedlichen Wiesen – das alles bietet einen herrlichen Rahmen für Orkney Steinpyramide und Steinkreise. Loch Harray, das eine natürliche Kulisse für diese steinzeitlichen Relikte bildet, liegt zwischen den im Norden gelegenen Dounby und dem steinzeitlichen Ring of Brodgar, den Steinen von Stenness und Maes Howe, die alle unbedingt besucht werden sollten. Von der B9055 aus Richtung Harrays kommend, hat man gute Sicht über Loch Stenness und Loch Harray. ≈ Am Parkplatz des Ring of Brodgar gibt es einen Aussichtspunkt. Wasserhühner, die im Norden Schottlands sehr selten sind, sowie die Winter- und Tafelenten kann man hier ebenso beobachten.

Seevogel-Klippen

Nördlich von Stromness und dem hervorragend erhaltenen neolithischen Dorf bei Skara Brae liegen hervoragende Naturschutzgebiete. Marwick Head, an der B9056 gelegen, ist eines davon. Brütende Seevögel kann man hier fast am besten beobachten. Tausende von Gryllteisten und Dreizehenmöwen bevölkern die Sandsteinkliffs im Sommer. Unter anderem blühen auf den Kliffs Leimkraut, die schottische Schlüsselblume, Grasnelken und Strandhyazinthen.

Die Vögel der Marschen

Weiter im Inselinneren, hinter Marwick Head, in der Nähe der A986, nördlich von Twatt, kann man die Marschvögel von einem Ansitz bei The Loons aus beobachten. Dies ist eine gute Gegend für Reiher-, Krick- und andere Brutenten und Wattvögel wie Schnepfen und den dunklen Wasserläufer. Von der Küste kommen Dreizehenmöwen hierher um sich zu waschen, und im Winter nutzen die in den Süden ziehenden Singschwäne, Grau- und weißbrüstigen Gänse die Gewässer.

Kornweihen und Orkney-Wühlmäuse

Von der A966 geht drei Meilen nördlich von Finstown ein alter Torfstecher-Pfad ab, der zu einem Ansitz bei Birsay Moors führt. Dort kann man die Kornweihen beobachten, aber auch die bei Tag über das Heideland fliegenden Sumpfohreulen. Die großen Löcher in der Heide verraten, wo die Orkney-Wühlmäuse (ein großes, von Eulen und Bussarden gejagtes Nagetier) aktiv gewesen sind. Gelegentlich gibt es im Sommer Sichtungen von Sterntauchern und (Schmarotzer-) Raubmöwen.

Sterntaucher und Schlüsselblumen

Um einen besonders guten Eindruck der Berg- und Heidelandschaft der Inseln zu bekommen, nehmen Sie die Fähre von Tingwall nach Rousay, neben Hoy eine der höchsten Inseln. Am Fährterminal gibt es ein Informationscenter. Es lohnt sich, die anstrengenden Wanderungen über harten Boden und entlang des Ufers zu unternehmen. Goldregenpfeifer, Triele und Sterntaucher sind über dem Moor bei Trumland, das direkt hinter dem gleichnamigen Gebäude in der Nähe der Fähre liegt, zu sehen und hören, Auch die Kornweihen und Sumpfohreulen kann man hier beobachten. Die hinreißenden kleinen schottischen Schlüsselblumen wachsen auf dem kurzen Rasen der Heidelandschaft bei Quandale und Brings im Nordwesten der Insel, wo Tausende der Küstenseeschwalben direkt neben den Kolonien der Eissturmvögel, Dreizehenmöwen, Gryllteiste und anderer Seevögel brüten.

Wanderfalken, Merline und Papageitaucher

Die Sandsteinsäule des Old Man of Hoy ist ein Wahrzeichen der Orkneyinseln. Ein kurzer Ausflug bringt Sie über einen torfigen Pfad nördlich von Rackwick zu einer Stelle oberhalb der Felssäule, wo Sie eine gute Aussicht haben. Auf dem Weg dorthin sind See- und Moorvögel und interessante Pflanzen zu entdecken. Ein Tagesausflug führt im nördlichen Teil der Insel von Culags und Ward Hill nahe der Ansiedlung Hoy nach Rackwick. Moorschneehühner, Merline und Wanderfalken und Sumpfohreulen belohnen Ihre Wanderung hierher. An der Küste brüten zahlreiche Gryllteiste, Eissturmvögel und Dreizehenmöwen. Auch Papageitaucher versprengt es hierher. Unter anderen blühen Strandhyacinthen und Rosenwurz am Kliff.

Küstenseeschwalben

Besonderen Spaß macht es, per Fähre die Orkneyinseln zu entdecken. Mit den Fähren lassen sich fast alle Inseln erreichen. Dennoch gibt es auch andere Transportmittel, die den Aufenthalt hier etwas abwechlungsreicher gestalten. Ein Besuch der nördlichen Inseln animiert zum Beispiel zum Mieten eines Fahrrades. Setzen Sie mit der Fähre nach Westray über und radeln Sie mit einem. Leihrad zu den Kliffs nahe des Leuchtturms von Noup Head. Dort brüten Gryllteiste und andere Seevögel und die schottischen Schlüsselblumen wachsen inmitten der Heide, die sich in diesem Seeklima auf den Kliffs angesiedelt hat. Von Westray erreicht man Papa Westray mit dem kürzesten Linienflug der Welt. North Hill auf “Papay”, ist zu erreichen, wenn man auf der “Hauptstraße” der Insel gen Norden fährt. Es gibt dort eine riesige Küstenseeschwalben-Kolonie. Die felsige Küste bei Fowl Craig war eines der letzten Refugien der Riesenalke (eine 1844 ausgestorbene Pinguinart; eine kleine Skulptur eines Riesenalks findet man am Rande des Kliffs).

Seetang essende Schafe

Einige von Großbritanniens außergewöhnlichsten Schafen – eine Rasse, die nach ihrer Heimatinsel benannt ist – lebt auf North Ronaldsay. Die meiste Zeit des Jahres verbringen sie, Seetang essend, auf der der Küste zugewandten Seite der die Insel umgebenen Steinmauer. Von dieser Art Deich aus kann man sehr gut die Schafe, aber auch die Seehunde in der Nahe der Küste beobachten. Die exzellenten Pflanzen, die einen Teil der Weidelandschaft der Insel ausmachen, sind unter anderem Sumpf-Herzblatt und Strandhyacinthen. Das Vogelobservatorium, auf der südwestlichen Halbinsel gelegen bietet den Vogelfreunden, die hier im Frühling und Herbst die Zugvögel beobachten, Unterkunft in einem Niedrigenergiehaus





 

Red Throated Diver, RSPB images