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Caithness, Sutherland & Ross-shire - Startseite

Reichhaltige Tierwelt und Vogelbeobachtung - die Nördlichen Highlands

Es gibt nur wenige Straßen und auch keine hohe Bevölkerungsdichte in den Nördlichen Highlands. Ideale Voraussetzungen, um die Weite und die Wildnis mit allen Sinnen zu erfassen, sei es in den Dünen, am Strand, in den weltberühmten Moorlandschaften oder in den uralten Felsen der unverwechselbaren Berge. Wunderschöne Küstenpflanzen wie schottische Primel (primula scotia), Herden von Rotwild und Schwärme von Trottellummen, Papageientauchern und anderen Seevögeln, um nur einige der Tiere zu nennen, die Sie am äußeren Rande Schottlands erwarten.

 

Papageitaucher in den Pentlands

John o’Groats gilt als die nördlichste Ansiedlung auf dem britischen Festland. Allerdings reicht Dunnet Head, westlicher gelegen, noch weiter in die wilden Gewässer des Pentland Firth hinaus. Papageitaucher und andere Seevögel leben in einer Kolonie unterhalb des Leuchtturms, auf den rasenbedeckten Kippen wachsen Strandhyazinthen. Ranger-geführte Wanderungen zur Landspitze und zu den Dünen bei Dunnet Head (schottische Schlüsselblumen und Orchideen wachsen im Dünengras) beginnen am kleinen Informationszentrum neben dem Campingplatz bei Dunnet Links.

Kalkstein – Basis für Seen und Pflanzen

Wenn Sie gerne bei Ebbe an weit gschwungenen Sandstränden entlang gehen, dann ist Durness eine der reizvollsten Gegenden dafür. Der Strand von Balnakeil Bay könnte Ausgangspunkt sein für eine lange Wanderung über Strand, Dünen und Küstenlandschaft nach Faraid Head, wo Papageitaucher und andere Seevögel brüten. Von Smoo Cave aus gehen Bootstouren (Juni – September) nach Faraid Head. Nahe des Kunsthandwerkerdorfs (interessantes Café / Buchhandlung) und der Hauptsiedlung (Geschäfte, Touristeninformation) wachsen in der kalksteinhaltigen Erde wunderschöne Blumen, wie z.B. die schottische Schlüsselblume. Bergnymphen (auch Silberwurz genannt) wachsen entland der Pfade in Nähe der erstaunlich klaren Seen die sich im Mergel (Sedimentgestein) gebildet haben. Diese forellenreichen Seen sind bei Enten und Anglern gleichermaßen beliebt.

Gryllteiste und große Raubmöwen

Die beste Gegend für Gryllteiste in Grossbritannien und Irland ist Handa, nördlich von Scourie gelegen. Mit der Fähre von Tarbert aus (April – Sptember) kann man in kurzer Zeit den Muschelstrand von Handa erreichen. Über einen Bohlenweg gelangt man zu den Kliffs (auf dem Weg dahin sollte man auf die Raubmöwen – hierzulande auch “bonxies” genannt, Schmarotzerraubmöwen und Eidechsen achten). Auf den Torridonsandsteinfelsen haben sich große Mengen von Gryllteisten und Tordalken angesiedelt, auch einige Papageitaucher hat es auf den mächtigen Great Stack verschlagen. Wenn Sie von hier aus über das Meer blicken, können Sie durchaus Minkwale (Zwergwale) und verschiedene Delfinarten in Küstennähe erkennen.

Moorlandschaft

Wenn man eine gute Decke genauer anschaut, wird man die Qualität der Webart und Farbe richtige einschätzen können. So geht es einem auch mit der Moorlandschaft. Einige der größten Moore der Welt bedecken die Torflandschaft bei Caithness und in Sutherland. Bei Forsinard (von Inverness aus mit dem Zug zu erreichen, oder per Auto über die A897 von Helmsdale nach Melvich) kann man diese Moorlandschaft und die sehr farbigen Torfmoose trockenen Fußes auf einem Bohlenweg entdecken. Zu hören sind die Brutvögel dieses Moorgebietes, wie Prachttaucher, Grünschenkel, Goldregenpfeifer, Alpenstandläufer und Trauerenten. Das Besucherzentrum bietet Informationen über die speziellen Pflanzenarten die hier leben (z.B. Sonnentau). Auch Rotwild zeigt sich hier.

Fischadler und Eiderenten

Zwischen Littleferry und Golspie mündet Loch Fleet in die Nordsee. Hier kann man das ganze Jahr über Eider- und im Winter Eisenten beobachten. Das Grasland in Küstennähe zieht Schmetterlinge an, und Pflanzen wie bitterer Enzian gedeihen hier gut. Machen Sie einen Spaziergang durch den Wald bei Balblair (westlich der kleinen Strasse zwischen Littleferry und dem Golfplatz von Golspie)  zu den “Kerzenleuchtern” von St Olav - einer besonderen Kiefernart – die nirgendwo in Großbritannien besser wächst als hier. Es bietet sich an, in der Nähe des Flusses Fleet (wo die A9 den Fluss überquert) zu parken, um die Watvögel wie den dunklen Wasserläufer im nahegelegenen Tümpel zu beobachten, wo im Sommer die Fischadler auf Beutezug gehen.

Rote Eichhörnchen und Kreuzschnäbel

Die Wälder , die die Hügel zwischen Spinningdale und Bonar Bridge bedecken, bestehen aus einer schönen Mischung aus schottischen Kiefern, Birken, Eichen, Espen und anderen einheimischen Bäumen. Am einfachsten sind diese Wäldchen von der kleinen Nebenstrasse westlich von Spinningdale zu erreichen, die durch die von den Einheimischen “Fairy Glen” (Märchental) genannte Gegend führt. Nördlich der Straße führt ein kleiner Pfad durch die Birkenwälder. Der ab der Straße beschilderte Hauptweg führt in südlicher Richtung nach Loch Migdale, wo es rote Eichhörnchen, Kreuzschnäbler und Edelmarder zu sehen gibt und von wo aus man gute Sicht in die Klamm hat. Vor dem Loch kann man zum Spinningdale-Moor abzweigen, das am nördlichsten Eichenwald Großbritanniens liegt.

Kalkstein-liebende Pflanzen

Knockan Kliff, an der A835 zwischen Ullapool und Elphin gelegen, ist Teil einer weltbekannten geologischen Formation. Außer der anschaulichen Darstellung über die Moine Verwerfung (Plattenverschiebung vor 430 Mio Jahren) und anderen geologischen Ausstellungsstücken im Informationszentrum, sollte man sich nach den Kalkstein liebenden Planzen wie Silberwurz, Alpen-Frauenmantel und Steinbrech umsehen.

Prachttaucher

Allein wegen der schönen Ausblicke sollte man sich Loch Maree, mit den zahlreichen bewaldeten Inseln am westlichen Ende, genauer anschauen. Auf halber Strecke, an der A832, befindet sich ein traditionelles Hotel (für Angler, gut für kleine Erfrischungen) mit Parkplätzen. Hier am Loch sind im Sommer Prachttaucher und Flussuferläufer und in den Wäldern Rotwild zu hören.

Kaledonische Kiefernwälder

Wie eine Praline liegt Beinn Eighe neben Kinlochewe, die Felsen und Spitzen von weissem Quarz bedeckt. Im kleinen Besucherzentrum an der A832 westlich von Kinlochewe gibt es Informationen über die Gegend. Kurze oder lange Wanderungen durch die kaledonischen Kiefernwäelder gibt in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Man kann Kreuzschnäbler und Edelmarder entdecken. Der Bergpfad führt an Zwergwacholder und seltenen Flechten und “Pipe Rock”-Fossilien vorbei, die zu den ältesten komplexen Meereslebewesen gehören. Auch Alpenschneehühner gibt es hier manchmal zu sehen.

 

Great Skua, RSPB images