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Argyll & the Isles - Startseite

Die Tierwelt in Argyll

Einige der schönsten Plätze Großbritanniens für maritimes Tier- und Pflanzenleben befinden sich Ihnen auf Mull und den umliegenden Inseln. Die Blumenpracht des Machair-Graslands und die dort ansässigen Vogelarten, die alten Eichenwälder in Knapdale und Kintyre sowie die Insel mit dem größten Vorkommen von Brutvögeln auf den Hebriden – Islay mit den zahlreichen Gänsen – machen einen Besuch hier zu einem besonderen Erlebnis  

 

Üppige Eichenwälder

Die Creagan Bridge nördlich von Oban führt die Autofahrer recht schnell  von den Ufern des geschützt liegenden Loch Creran fort. Den Parkplatz von Glasdrum Wood erreicht man nach etwa dreieinhalb Kilometern in westliche Richtung auf der Nebenstraße an der Nordseite des Lochs. Von hier aus kann man einem stellenweise steilen Rundweg folgen, der sich durch einen üppigen Eichenwald schlängelt, wo Bergquellen Feuchtigkeit spenden und in dem Baummarder und Vögel wie die Gartengrasmücke leben. Bei einer Pause auf den Lichtungen sollten Sie nach dem gelbwürfligen Dickkopffalter Ausschau halten, einer Schmetterlingsart, die in diesem Teil der Highlands anzutreffen ist. Darüber hinaus können Sie hier auch eine beeindruckende Vielfalt an Moosen, Flechten und Farnen bewundern.

Walbeobachtung

Wer eine möglicherweise rauhe See gut aushalten kann und sich die Chance, Zwergwale und Buckelwale und andere Meeressäugetiere zu sehen, nicht entgehen lassen will, der sollte Tobermory auf Mull ansteuern. Im Informationszentrum der Hebridean Whale and Dolphin Conservation Society erfahren Sie die neuesten Informationen über Wale und Delphine. Das Zentrum, zu dem auch ein kleiner Laden gehört, liegt direkt an der Hauptstraße. Anschließend kann man mit einem der zugelassenen Bootsunternehmen eine Tour in den Sound of Mull oder weiter hinaus Richung Tiree und Coll unternehmen. Sea Life Surveys. Walbeobachtungstouren

Beeindruckende Blumenpracht

Tiree ist weltbekannt für die langen Sonnenstunden und für die Windsurfing-Möglichkeiten (hier ist es immer recht windig). Aber im Sommer ist die Vielfalt der Blumen und Vögel des Machair-Graslandes einfach umwerfend. Die Wiesen voller Gänseblümchen und Butterblumen sind mit Orchideen übersät und aus allen Ecken tönt der Gesang der Vögel wie z.B. von Kiebitz, Rotschenkel, Schnepfenvögeln und anderen Watvögeln. Nachts kann man den knarrenden Ruf der Wachtelkönige hören.

Der Ruf der Wachtelkönige

Obwohl Coll nahe bei Tiree liegt, hat die Insel doch einen völlig anderen Charakter. Dünen dominieren die Landschaft (hier und da leuchten die rosafarbenen Blüten des Blutroten Storchschnabels) und die Weiden bieten den Wachtelkönigen Lebensraum. Bei warmem Wetter kann man von der Fähre aus Riesenhaie und Schweinswale sehen. Von Arinagour aus, einem kleinen Dorf mit Hotel und Geschäften, fahren Sie vom Ro-Ro Fährhafen an auf der B8070 in Richtung Süden, um die Moore und kleineren Seen mit den Sterntaucher zu sehen.

Die Insel Staffa

Von Iona und Fionnphort im Westen von Mull aus, können weitere Ausflüge unternommen werden. Auf Staffa liegt die beeindruckende Fingal’s Cave, weltberühmt für seine orgelpfeifenförmigen Basaltformationen. Aber auch die schwarze Gryllteiste, Papageientaucher und Seehunde sind hier, auf der südlichsten Insel der Treshnish-Gruppe, zu entdecken. Staffa Bootausflüge

Papageientaucher - zum Greifen nah

Um Lunga, die größte der Treshnish-Inseln, zu erreichen, muß man von Ulva Ferry oder von Dervaig auf Mull eine Bootstour unternehmen. Auf Lunga gibt es einige der bedeutendsten Seevogel-Kolonien der Inneren Hebriden, die Kolonie der Papageitaucher ist am zugänglichsten. Ein anfangs steiler Pfad führt vom Bootslandeplatz am Strand an der Kolonie vorbei (hier gibt es im Frühsommer Schlüsselblumen) hinauf zum Harp Rock, einem Felsen, auf dem Hunderte von Gryllteisten, Tordalken, Dreizehenmöwen und andere Möwenarten leben. Turus Mara

Alpenkrähen und Gänse

Islay gilt als das Vogelzentrum der Hebriden. Es gibt hier über 100 brütende Vogelarten, mehr als auf jeder anderen Insel. Eine besondere Vogelart auf Islay sind die Alpenkrähen. Diese charaktervollen Krähen findet man besonders in den alten Gebäuden auf der Rhinns-Halbinsel im Westen. Im Winter ist Loch Gruinart, nord-westlich von Bowmore, der beste Platz in ganz Großbritannien um Gänse zu beobachten. Zehntausende von Nonnen- und Blässgänsen und anderes Federwild kommt ab Herbstbeginn hierher. Es gibt ein ganzjährig geöffnetes Besucherzentrum. Islay Birding  

Alte Eichen

Zwischen Lochgilphead und Tarbert liegt Knapdale, in einer Landschaft, die aus einer schönen Mischung aus Fjorden, Wald und Ackerland besteht. Hier gibt es die erstklassigen einheimischen Eichenwälder. Am Ende des Crinan-Kanals, an der Seeseite, liegt Crinan Wood direkt neben dem gleichnamigen Dorf. Dort gibt es auch ein Café. Der starke Wind hat die Bäume und Sträucher hier verformt, und entlang des Weges durch den Wald sind im Sommer die Rotschwänze zu hören. Außerdem sehen Sie auf Ihrer Wanderung einige interessante Skulpturen am Wegesrad. 

Das große Moor

Moine Mhor - diese große, eindrucksvolle Moorlandschaft, liegt zwischen Crinan und Lochgilphead und bedeckt einen großen Teil der Landschaft zwischen dem Fluß Add und dem Crinan Canal. Von der historischen Wallburg in Dunadd kann man die Gegend aus der Vogelperspektive erfassen. Etwa dreieinhalb Kilometer südlich von Kilmartin liegt ein Parkplatz an der B802. Hier beginnt ein Weg, der sich auch für weniger sportliche Besucher eignet, auf dem man im Sommer Libellen und ganzjährig Kornweihen sehen kann. 

Wald der Schmetterlinge

Von Taynish aus, das bei Tayvallich am Loch Sween liegt, führen markierte Wege durch den Wald. Ausgangspunkt ist der Parkplatz etwa anderthalb Kilometer südlich des Ortes. Hier, im Wald, Gras- und Marschland gibt es mehr als 20 verschiedene Schmetterlingsarten, unter anderem den seltenen Goldenen Scheckenfalter. Der Picknickplatz bei Taynish Mill ist auch für Besucher zugänglich, die weniger gut zu Fuß sind. 

Die Adler von Mull

Mull eignet  sich ganz besonders gut zur Beobachtung von vielen verschiedenen Raubvögeln, darunter auch vier verschiedene Eulenarten, KornweihenWanderfalken, sowie Stein- und Seeadler. Bei Loch Frisa in der Nähe von Dervaig kann man ab April von Forstaufsehren geführte Sommerwanderungen buchen, die zu einem speziellen Unterstand führen, von dem aus man den Horst eines Adlers beobachten kann. Auch in anderen Gegenden von Mull besteht die Möglichkeit, einen Blick auf Stein- und Seeadler zu werfen, und zwar entlang der B8035 von Salen in Richtung  Loch na Keal, durch Glenmore und zurück auf die Ostseite von Mull auf der A849. Die Küste von Mull ist lang und hat zahlreiche geschützte Buchten, so dass man eigentlich fast überall auf Otter stoßen kann. 

Marine Observation auf Kintyre

Besonders wenn der Wind stark aus Westen weht, eignet sich das kleine Machrihanish Seabird Observatorium im Westen des Dorfes Machrihanish hervorragend zur Beobachtung von Seevögeln. Auf dem Wasser entdeckt man Tauchvögel, Schwarzschnabel-Sturmtaucher, Basstölpel und Seeschwalben. In den geschützten Buchten kann man Brandenten und mit Glück auch Otter sehen.

Die Insel Sanda liegt süd-östlich vor der Küste von Kintyre und ist mit dem Boot zu erreichen. Es gibt dort Ferienhäuser, ein Restaurant und ein Vogelobservatorium. Hier kann man Papageientaucher, Tordalke und Gryllteiste beobachten, im Sommer auch schwarze Gryllteiste. Eine andere Bootstour führt entlang der Klippen des Mull of Kintyre. Vom Boot aus kann man wilde Ziegen und Wanderfalken sehen und nördlich davon, im North Channel, Riesenhaie und Schweinswale. Mull of Kintyre Sea Tours

Puffin Fratercula Arctica, © RSPB Images