Das außergewöhnliche Gefieder, der rollende Gang und der tragik-komische Gesichtsausdruck machen den Papageitaucher zum wohl beliebtesten Seevogel weltweit. Schottland ist das Königreich der Papageitaucher im angelsächsischen Raum. Hunderttausende dieser Tiere brüten hier, die meisten in einigen wenigen Kolonien im Westen und Norden des Landes, verstreut gibt es allerdings einige besser zu beobachtende Schwärme.
Ausschau halten Im Sommer besonders sind die erwachsenen Papageitaucher durch die orangefarbenen Füße, das smarte schwarz-weiße Gefieder und den vielfarbigen Schnabel unverwechselbar. Die Papageitaucher haben einen stämmigen Körperbau (das hilft ihnen beim Tauchen), machen daher eigentlich ehr schwirrende Flugbewegungen und müssen sich anstrengen, in der Luft zu bleiben!
Interessante Fakten Durch die hakenartigen, rückwärts gebogenen Dornen im Gaumen können die Papageitaucher die erbeuteten Fische im Schnabel halten, der Weltrekord liegt bei 60 kleinen Fischen, die man bei einem Papageitaucher in Nordnorwegen beobachtete (ein schottischer Kandidat kam auf Platz 2).
Ausflugsziele und -zeiten Die Papageitaucher gibt es an Schottland’s Küsten ab spätem April bis etwa Mitte August zu sehen, im Norden und Westen kann es etwas später sein. Der Juli ist der beste Monat, um die erwachsenen Tiere, mit großen Fischladungen für die Jungen im Schnabel, zu beobachten. Am besten eignen sich die Treshnish Isles vor Mull, Handa in Westsutherland, Hoy in Orkney, Noss und Hermaness in Shetland, die Isle of May in Fife und die Farne Islands jenseits der Grenze in Northumberland.