Wer die Schwärme von grauen Gänsen sieht, die im Winter in V-Formation über das Flachland im Osten Schottlands oder den Solway Firth ziehen, der wird mit ziemlicher Sicherheit Zehntausenden von Kurzschnabelgänsen nachschauen, die zwischen September und April in Schottland Station machen.
Ausschau halten Sowohl die Kurzschnabel- als auch die Graugänse fliegen gerne in Schwärmen. Wenn man einen einzelnen Vogel sehen sollte, wird dieser wohl nach seinen Artgenossen rufen und sie suchen. Die besten Unterscheidungsmerkmale zwischen der Kurzschnabel- und der Graugans sind der schwarzen Kopf und der recht kurze, rosafarbenen Schnabel der Kurzschnabelgans.
Interessante Fakten Nachdem sich die Anbaumethoden der Landwirtschaft geändert haben – es gibt jetzt größere Felder und auch mehr Getreide, das im Winter ausgesät wird, hat sich auch das Verhalten der Kurzschnabelgänse geändert. In der Vergangenheit schliefen die Gänse meist auf dem Watt oder auf Sandbänken in Flußmündungen. Heute nutzen sie auch Seen und Wasserreservoire, die nahe an Feldern liegen, wo sie Futter finden.
Ausflugsziele und -zeiten Ab Mitte September kommen die Kurzschnabelgänse von Island aus nach Schottland. Oktober und November sind die Spitzenmonate für oft sehr große Treffen dieser Gänse (mit bis zu 15.000 Tieren an nur einem Ort). Um die Gänse gut beobachten zu können, sollte man sich einen Unterstand suchen oder ein Besucherzentrum finden, das einen der großen Schlafplätze der Gänse überblickt.
Hotspots Die Naturschutzgebiete von Loch of Strathbeg, Montrose Basin und Loch Leven haben alle komfortable Beobachtungsunterstände, die Ausblick auf diese Schlafplätze haben. In Caerlaverock überwintern etwas kleinere Schwärme von Kurzschnabelgänsen, dort kann man auch andere Wildvogel beobachten.