Die Schellente ist eine attraktive Ente, die außer im schottischen Hochland nirgendwo anders in Großbritannien brütet. Besonders die Balz im späten Winter und Frühling, wenn die Erpel die Weibchen mit dramatischen Kopfbewegungen und schnellem auf und ab hüpfen zu beeindrucken suchen, ist interessant zu sehen.
Ausschau halten Ein dicker Kopf (Schwarz bei den Erpeln, schokoladenbraun bei den Enten), ein kurzer Schnabel und ein stämmiger Körper machen die Schellente unverwechselbar. Die Erpel sind gescheckt, mit einem großen weißen (ehr goldgelben) Fleck zwischen den Augen und dem Schnabel. Im Flug kann man die Flügel weiß leuchten sehen.
Interessante Fakten Die Schellente began erst in den 1970er Jahren in Schottland zu brüten. Interessierte Vogelbeobachter brachten an Bäumen und Pfählen Nistkästen an, die aber auch von Mardern bevorzugt wurden (die dann die Eier und Küken der Schellenten fraßen), was Naturschützer in ein Dilemma stürzte.
Ausflugsziele und -zeiten Im Winter kann man Schellenten entlang der Küsten beobachten. Besonders kommen sie an der Ostküste von Loch Fleet in südlicher Richtung vor. Auch auf den Orkney- und Shetlandinseln, in der Clydemündung und an der Küste von Ayrshire kann man sie entdecken. Im Sommer konzentriert sich die kleine brütende Population auf die Flüsse und Lochs der Highlands.
Hotspots Im Winter kommen die Schellenten besonders am Firth of Tay, Firth of Forth, Firth of Clyde und am inneren Moray Firth vor. Im Sommer sind sie meist am Spey und den nahen Lochs und ihren Zuflüssen anzutreffen.