Vor nichtmal 200 Jahren konnte man im Zentrum von Edinburgh noch die Rufe der Wachtelkönige hören, die in den die Stadt umgebenen Wiesen ihren Lebensraum hatten. Leider ist das heute nicht mehr so. Dieser mittelgroße Vogel ist eines der größten Opfer der sich verändernden modernen landwirtschaftlichen Bedingungen. Doch nach wie vor sind die Hebriden eine Hochburg der Wachtelkönige.
Ausschau halten Am deutlichsten kann man die Wachtelkönige an ihrer Stimme erkennen. Die sich wiederholenden krächzenden Rufe hören sich an, als wenn man ein Stück Holz an einem Kamm auf und ab reibt. Sie erklingen oftmals die ganze Nacht durch – wie manch ein um seinen Schlaf gebrachter Inselbewohner mitteilt. Die Ursache dieser Rufe ist ein etwa huhngroßer Vogel, der ab und zu seinen Kopf aus dem Gebüsch streckt.
Interessante Fakten Der Rückzug und Rückgang der Wachtelkönige in ganz Europa steht in engem Zusammenhang mit mit dem großen Verlust von Heuwiesen und dem von Maschinen ausgeführten Mähen der Wiesen für Gärfutter. Bis vor kurzem wurden die Wiesen mit schnellen Maschinen von außen nach innen gemäht. Dieser Technik fielen viele Gelege zum Opfer. Heute werden die Wiesen von innen nach außen gemäht, was den Jungvögeln die Möglichkeit zur Flucht bietet. Die in den letzten Jahrzehnten weniger gewordene intensive Landwirtschaft ist ein Grund, warum die westlichen schottischen Inseln eine Hochburg der europäischen Wachtelkönige geblieben sind.
Ausflugsziele und -zeiten Im Spätsommer ziehen die Wachtelkönige nach Afrika und kommen bis zum folgenden Frühsommer nicht wieder zurück. Am ehesten kann man sie also zwischen Mai und Juli hören und sehen.
Hotspots Tiree, Coll, die Uist-Inseln und Benbecula.